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„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.“
— Viktor E. Frankl

Meine Methoden sind dabei nicht das Ziel. Sie sind Werkzeuge, die ich achtsam und individuell einsetze – passend zu dir, deiner Situation und dem, was du gerade brauchst. Veränderung braucht Verbindung .In deinem Tempo. Schritt für Schritt.

So können aus kleinen neuen Erfahrungen mit der Zeit neue Möglichkeiten entstehen – Neue Bahnen

TRIPCO-/ TRIPOWER COACHING

Ganzheitlich auf das schauen, was dich bewegt Das TripCo Tripower Coaching nach dem Oxford Coaching Model bildet eine wichtige Grundlage meiner Coachingarbeit. Für mich bedeutet ganzheitliches Coaching, nicht nur auf deine Gedanken und Worte zu schauen, sondern auch deinen Körper und deine Wahrnehmung mit einzubeziehen. Denn manchmal wissen wir mit dem Kopf längst, was wir verändern möchten – und trotzdem fällt es uns schwer, ins Handeln zu kommen. Im Coaching schauen wir deshalb gemeinsam auf das, was dich beschäftigt. Wir nehmen Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und deine persönliche Lebenssituation in den Blick. Dabei geht es darum, Zusammenhänge zu erkennen, neue Perspektiven zu entwickeln und herauszufinden, was für dich wirklich stimmig ist. Auch dein Körper darf mitsprechen. Der besondere Ansatz des TripCo Coachings liegt für mich darin, dass Körper, Geist und Seele gemeinsam betrachtet werden. Je nach Situation können deshalb auch Körperwahrnehmung, Atem, Bewegung, Achtsamkeit, Meditation oder Yoga-Asanas in den Coachingprozess einfließen. Die Ausbildung beschreibt diese Verbindung von kognitiven, emotionalen und körperbezogenen Elementen als wesentlichen Bestandteil des Ansatzes. Vielleicht kennst du das: Du weißt, dass du eigentlich anders reagieren möchtest – und trotzdem reagiert dein Körper ganz automatisch. Dein Herz schlägt schneller. Du wirst angespannt. Du ziehst dich zurück. Du wirst unruhig. Oder dir fehlen plötzlich die Worte. Dann kann es hilfreich sein, nicht nur darüber zu sprechen, was passiert, sondern auch wahrzunehmen, was in dir passiert. Genau hier setzt die körperorientierte Seite des TripCo-Ansatzes an. Körperwahrnehmung und Achtsamkeit sind dabei wichtige Bestandteile. Theorie U – innehalten und wahrnehmen. Ein weiterer Bestandteil meiner Ausbildung ist die Theorie U nach Otto Scharmer. Ein wesentlicher Gedanke dabei ist, zunächst innezuhalten und die eigene Situation wirklich wahrzunehmen, bevor wir sofort nach einer Lösung suchen. Es geht darum, bisherige Denk- und Handlungsmuster zu betrachten, neue Perspektiven zuzulassen und wahrzunehmen, was sich aus der eigenen inneren Erfahrung heraus entwickeln möchte. Auch das Presencing, also ein bewusstes Innehalten und Wahrnehmen im gegenwärtigen Moment, gehört zu diesem Ansatz. Das passt sehr zu meiner Art zu begleiten: innehalten – wahrnehmen – verstehen – ausprobieren. Nicht alles muss sofort gelöst werden. Manchmal entsteht Veränderung genau dann, wenn wir einen Moment langsamer werden und wieder spüren, was eigentlich da ist. Was mir dabei besonders wichtig ist Ich möchte dich nicht einfach mit Methoden „behandeln“. Die Methoden sind für mich Werkzeuge. Entscheidend ist, was du gerade brauchst und was dich auf deinem Weg unterstützt. Deshalb können im Coaching unterschiedliche Elemente zusammenkommen – klassische Coachingfragen ebenso wie Körperwahrnehmung, Achtsamkeit, Atem, Bewegung oder Yoga. Du darfst dabei deinen eigenen Weg finden. In deinem Tempo. Schritt für Schritt.

NERVENSYSTEM & REGULATION

Verstehen, was in dir passiert. Nicht alles, was wir erleben, spielt sich nur in unserem Kopf ab. Unser Nervensystem verbindet Gehirn und Körper und ist ständig damit beschäftigt, Informationen aus unserem Inneren und unserer Umgebung aufzunehmen und zu verarbeiten. Es hilft uns, auf das zu reagieren, was gerade passiert – zum Beispiel auf Stress, Unsicherheit, eine schwierige Situation oder eine wahrgenommene Gefahr. Dabei arbeitet vieles automatisch, ohne dass wir bewusst darüber entscheiden. Vielleicht kennst du das: Du möchtest ruhig bleiben – und trotzdem wird dein Herz schneller. Du möchtest etwas sagen – und plötzlich fehlen dir die Worte. Du wirst unruhig, angespannt oder gereizt. Oder du ziehst dich zurück und möchtest einfach nur noch deine Ruhe haben. Das bedeutet nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Es kann eine Reaktion deines Nervensystems auf das sein, was es gerade als belastend oder unsicher wahrnimmt. Was gehört zum Nervensystem? Vereinfacht können wir zwischen dem zentralen Nervensystem und dem peripheren Nervensystem unterscheiden. Das zentrale Nervensystem besteht aus Gehirn und Rückenmark. Das periphere Nervensystem verbindet das zentrale Nervensystem mit dem restlichen Körper. Ein wichtiger Teil des autonomen Nervensystems ist der Vagusnerv. Er gehört zum sogenannten parasympathischen Nervensystem und verbindet das Gehirn unter anderem mit Organen im Brust- und Bauchraum. Das autonome Nervensystem steuert viele Vorgänge, die wir nicht bewusst kontrollieren müssen – beispielsweise Herzschlag, Atmung und Verdauung. Warum reagieren wir manchmal so unterschiedlich? Unser Nervensystem befindet sich nicht immer im gleichen Zustand. Manchmal fühlen wir uns ruhig, verbunden und präsent. Wir können denken, wahrnehmen, kommunizieren und handeln. In anderen Situationen gehen wir stärker in Aktivierung und Alarm. Wir werden beispielsweise angespannt, unruhig, gereizt oder bekommen das Bedürfnis zu kämpfen oder zu fliehen. Und manchmal wird es zu viel. Dann können wir uns zurückziehen, wie blockiert fühlen oder innerlich abschalten. Diese Reaktionen sind zunächst einmal Schutz- und Anpassungsreaktionen unseres Körpers. Sie laufen häufig sehr schnell und automatisch ab. Die Polyvagal-Theorie In meine Arbeit fließen auch Ansätze aus der Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges ein. Sie bietet ein Modell, um besser zu verstehen, wie unser autonomes Nervensystem auf Sicherheit und Unsicherheit reagiert und wie sich unterschiedliche Zustände auf unser Erleben und Verhalten auswirken können. Für mich ist dabei besonders hilfreich, nicht zu fragen: „Was stimmt mit mir nicht?“ sondern: „Was passiert gerade in meinem Nervensystem – und was brauche ich jetzt?“ Allein dieses Verständnis kann schon etwas verändern. Denn wenn wir unsere eigenen Muster erkennen, können wir beginnen, bewusster mit ihnen umzugehen. Was bedeutet Nervensystemregulation? Regulation bedeutet für mich nicht, dass wir unangenehme Gefühle oder Stress einfach wegmachen. Es geht vielmehr darum, deinen eigenen Zustand besser wahrzunehmen und Schritt für Schritt mehr Möglichkeiten zu entwickeln, mit Belastung und Unsicherheit umzugehen. Gemeinsam schauen wir: Woran erkennst du, dass dein Nervensystem in Alarm geht? Was passiert dann in deinem Körper? Wie reagierst du normalerweise? Wann ziehst du dich zurück oder gehst in einen Shutdown? Was hilft dir, wieder mehr Sicherheit und Stabilität zu erleben? Und wie kannst du in solchen Momenten anders handeln? Dafür können ganz unterschiedliche Dinge hilfreich sein – zum Beispiel Atemübungen, Körperwahrnehmung, Orientierung im Raum, Bewegung, Yoga, Stimme, Musik, Entspannungsübungen oder Achtsamkeit. Wir schauen gemeinsam, was für dich funktioniert. Deine persönliche Balancezone In meiner Play Zone Pro Coach Ausbildung habe ich gelernt, mit einem Ansatz zu arbeiten, der einen Zustand von Sicherheit und Aktivierung miteinander verbindet. Ich nenne ihn in meiner Arbeit Balancezone, weil der Begriff Play Zone geschützt ist. Die Balancezone beschreibt für mich einen Zustand, in dem du dich ausreichend sicher fühlst und gleichzeitig handlungsfähig und lebendig bist. Du bist nicht im Alarm. Du bist aber auch nicht abgeschaltet. Du kannst wahrnehmen, denken, fühlen, dich bewegen, Entscheidungen treffen und dein Leben aktiv gestalten. Genau darum geht es mir: nicht darum, immer ruhig zu sein, sondern darum, deine eigenen Zustände kennenzulernen und mehr Beweglichkeit zwischen ihnen zu entwickeln. Einen eigenen Koffer für Sicherheit entwickeln Gemeinsam stellen wir deinen ganz persönlichen Koffer für Sicherheit zusammen. Darin können kleine Übungen, Bewegungen, Atemtechniken, Gedanken, Sinneseindrücke oder andere Ressourcen sein, die dir guttun. Je öfter du sie in einem sicheren Rahmen übst, desto vertrauter werden sie. Und dann kannst du in einem schwierigen Moment vielleicht früher merken: „Stopp. Ich bin gerade im Alarm.“ Du hältst kurz inne. Du atmest. Du spürst deinen Körper. Du orientierst dich. Du findest wieder etwas mehr Sicherheit. Und genau in diesem kleinen Moment zwischen Reiz und Reaktion kann etwas Neues möglich werden: Du musst nicht automatisch nach deinem alten Muster reagieren. Du kannst einen neuen Weg ausprobieren. Schritt für Schritt. Nicht gegen dich. Sondern mit deinem Körper und deinem Nervensystem. So entstehen neue Handlungsmöglichkeiten – und neue Bahnen. Warum Nervensystemregulation für mich so wichtig ist ? Nervensystemregulation ist für mich mehr als eine Methode. Sie ist ein Herzstück meiner Arbeit. Ich kenne aus eigener Erfahrung, wie schwierig Veränderung sein kann, wenn der Kopf längst verstanden hat, was eigentlich anders werden soll – und der Körper trotzdem immer wieder in alte Reaktionen zurückkehrt. Erst als ich begonnen habe zu verstehen, dass diese Reaktionen nicht gegen mich arbeiten, sondern mich auf ihre Weise schützen wollen, konnte ich ihnen mit mehr Verständnis begegnen. Das hat meinen eigenen Veränderungsweg nachhaltig geprägt. Heute ist es mir wichtig, dieses Verständnis weiterzugeben: Du bist nicht falsch, weil du immer wieder auf eine bestimmte Weise reagierst. Dein Körper und dein Nervensystem haben gelernt, dich zu schützen. Und genau dort können wir ansetzen. Wir lernen deine persönlichen Zustände, Muster und Reaktionen kennen. Wir schauen, was dich in Alarm, Rückzug oder Anspannung bringt – und was dir wieder mehr Sicherheit gibt. Mit kleinen, wiederholten Erfahrungen können neue Möglichkeiten entstehen. Vielleicht ist es manchmal nur ein kurzer Moment: innehalten – atmen – wahrnehmen – Sicherheit finden – anders reagieren. Dieser kleine Moment kann einen Unterschied machen. Denn zwischen dem, was automatisch passiert, und dem, wie du handeln möchtest, kann mit der Zeit wieder mehr Spielraum entstehen. Darum geht es in meiner Arbeit: nicht gegen deinen Körper zu arbeiten, sondern mit ihm. Und Schritt für Schritt deinen eigenen Weg zu mehr Sicherheit, Selbstwirksamkeit und einem selbstbestimmteren Leben zu finden.

ACHTSAMKEIT, ATEM & MEDITATION

Diese drei Bereiche gehören für mich eng zusammen. Sie laden dazu ein, innezuhalten, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und wieder mehr bei sich selbst anzukommen. Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst und möglichst wertfrei wahrzunehmen. Sie hilft uns, früher zu erkennen, was gerade in uns geschieht – Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Bedürfnisse. Meditation – vom lateinischen meditari, „nachdenken, nachsinnen, betrachten, üben“ – bedeutet bewusste innere Sammlung. Meditation muss dabei nicht kompliziert oder lang sein. Auch ein kurzer Moment des Innehaltens kann helfen, Abstand zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen und die eigene Wahrnehmung zu stärken. Der Atem ist dabei ein unmittelbarer Zugang zu unserem Körper und unserem Nervensystem. Er verändert sich mit unserem inneren Zustand – und wir können ihn gleichzeitig bewusst beeinflussen. Unterschiedliche Atemtechniken können je nach Situation Ruhe und Entspannung oder auch Wachheit und Aktivierung unterstützen. In meiner Begleitung nutze ich unter anderem kurze Achtsamkeitsübungen, Meditation to go, 60-Sekunden-Meditationen, Duftmeditationen, geführte Meditationen und verschiedene Atemtechniken. Kleine Momente. Große Wirkung. Manchmal braucht es nur einen bewussten Atemzug, einen Moment der Stille oder die Aufmerksamkeit für das, was gerade da ist, um wieder ein Stück bei sich anzukommen.

BRAINSPOTTING

Wenn der Körper mehr weiß als der Kopf Manchmal wissen wir mit dem Kopf längst, was wir verändern möchten – und trotzdem reagiert unser Körper immer wieder auf eine bestimmte Weise. Wir fühlen Anspannung, Druck, Unruhe, Angst oder Rückzug. Vielleicht tauchen Bilder, Erinnerungen oder Gefühle auf, die wir gar nicht bewusst herbeigerufen haben. Manchmal können wir genau beschreiben, was passiert ist – und trotzdem verändert sich die körperliche Reaktion nicht einfach dadurch, dass wir darüber sprechen. Hier kann Brainspotting eine ergänzende Möglichkeit sein. Brainspotting ist ein körperorientierter Ansatz, der 2003 von dem amerikanischen Psychotherapeuten Dr. David Grand entwickelt wurde. Er entstand aus seiner Arbeit mit EMDR und aus der Beobachtung, dass bestimmte Augenpositionen mit einer stärkeren körperlichen und emotionalen Aktivierung verbunden sein können. Der zentrale Gedanke lautet: „Where you look affects how you feel.“ – Wohin du schaust, kann beeinflussen, wie du dich fühlst. Dabei geht es nicht darum, dass ein bestimmter Punkt im Auge oder im Gehirn „gespeicherte Erinnerungen“ enthält. Vielmehr nutzen wir die Verbindung zwischen Blick, Aufmerksamkeit, Körperempfinden, Emotionen und Gehirnverarbeitung, um deine innere Erfahrung genauer wahrzunehmen. Was haben Augen und Gehirn miteinander zu tun? Unser Sehen beginnt zwar im Auge, aber sehen und visuell wahrnehmen findet nicht ausschließlich im Auge statt. Licht fällt auf die Netzhaut (Retina). Dort wird die Information in neuronale Signale umgewandelt und über den Sehnerv und weitere Stationen des visuellen Systems an das Gehirn weitergeleitet. Unter anderem gelangt die Information über den Thalamus zum visuellen Kortex im Hinterhauptlappen, wo sie weiterverarbeitet wird. Das Gehirn verarbeitet dabei nicht einfach nur ein „Bild“. Es ordnet, filtert und verbindet visuelle Informationen mit anderen Wahrnehmungen und bereits vorhandenen Erfahrungen. Auch unsere Augenbewegungen und unsere Blickrichtung stehen in engem Zusammenhang mit Aufmerksamkeit und Orientierung. Genau hier setzt Brainspotting an. Wichtig: Es ist nicht so, dass unsere Augen tausende Bilder pro Sekunde aufnehmen und diese anschließend vollständig im Gehirn gespeichert werden. So funktioniert unser visuelles System nicht. Vielmehr verarbeitet das Gehirn fortlaufend Informationen aus unserer Umgebung und verbindet diese mit anderen inneren und äußeren Reizen. Brainspotting nutzt diese Verbindung von Blick, Aufmerksamkeit und körperlichem Erleben als Zugang zu dem, was gerade in dir passiert. Wie gehen wir beim Brainspotting vor? Für mich steht dabei nicht die Methode im Mittelpunkt, sondern du und dein Erleben. Wir beginnen deshalb nicht einfach mit dem Pointer, sondern schauen zunächst: Worum geht es gerade? Was möchtest du anschauen? Und wie stark spürst du die damit verbundene Aktivierung momentan? Dabei kann ich dich beispielsweise bitten, dein aktuelles Erleben auf einer Skala von 0 bis 10 einzuschätzen. 0 bedeutet: Ich spüre momentan überhaupt keine Belastung oder Aktivierung. 10 bedeutet: Es ist gerade maximal intensiv. Diese Einschätzung ist keine objektive Messung. Sie ist deine persönliche Momentaufnahme und hilft uns dabei, wahrzunehmen, wo du gerade stehst und später Veränderungen besser einzuordnen. Die 0–10-Skala wird auch innerhalb des Brainspotting-Ansatzes verwendet. Anschließend schauen wir: Wo spürst du das in deinem Körper? Vielleicht ist es ein Druck in der Brust, ein Kloß im Hals, eine Spannung im Bauch, Enge, Wärme, Kälte, Kribbeln oder etwas ganz anderes. Du musst dabei nichts erzwingen. Der Pointer – den passenden Blickpunkt finden Dann kommt der Pointer zum Einsatz. Ich führe ihn langsam durch dein Blickfeld und bitte dich, deinem eigenen Erleben zu folgen. Dabei beobachten wir gemeinsam beispielsweise: •verändert sich deine Atmung? •verändert sich eine Spannung im Körper? •verändert sich dein Gesichtsausdruck? •entsteht ein Impuls, wegzuschauen? •wird ein Punkt besonders intensiv? •verändert sich plötzlich etwas in deinem inneren Erleben? Wir suchen also nicht nach einem „magischen Punkt“. Wir suchen nach einer Blickposition, die für dich in diesem Moment mit deinem inneren Erleben besonders verbunden ist. Wenn wir einen solchen Punkt gefunden haben, bleibt dein Blick dort. Du musst nichts leisten. Du musst nichts erklären. Du darfst einfach wahrnehmen, was gerade da ist. Expansion – dem Erleben Raum geben Jetzt kommt ein wichtiger Teil meiner Arbeit: Expansion. Damit meine ich, dass wir dem, was gerade in dir auftaucht, Raum geben. Das kann etwas Angenehmes sein. Es kann aber auch etwas Unangenehmes sein. Vielleicht wird ein Gefühl stärker. Vielleicht verändert sich eine Körperempfindung. Vielleicht kommen Gedanken, Bilder oder Erinnerungen. Vielleicht passiert zunächst scheinbar gar nichts. Wir müssen nichts davon bewerten. Nicht: „Das ist gut.“ Und auch nicht: „Das darf jetzt nicht sein.“ Sondern eher: „Ich nehme wahr, was gerade da ist.“ Du darfst beobachten, wie sich eine Empfindung verändert, bewegt, größer oder kleiner wird oder vielleicht sogar wieder nachlässt. Dabei bleibe ich mit meiner Aufmerksamkeit bei dir und bei dem, was dein Körper zeigt. ________________________________________ Auch positive Erfahrungen dürfen sich ausbreiten Expansion bedeutet für mich aber nicht nur, schwierige Gefühle auszuhalten. Auch positive Erfahrungen können Raum bekommen. Vielleicht entsteht irgendwann ein Gefühl von Ruhe. Vielleicht spürst du Wärme, Weite, Leichtigkeit, Kraft oder Verbundenheit. Vielleicht gibt es einen Moment, in dem dein Körper sagt: „So fühlt es sich an, wenn es gerade gut ist.“ Auch diesem Erleben dürfen wir Aufmerksamkeit schenken. Wir müssen nicht sofort wieder zum Problem zurückkehren. Wir können einen positiven Zustand wahrnehmen, ihm Raum geben und beobachten, wie er sich im Körper verändert. Das kann beispielsweise bedeuten: Wo spürst du die Ruhe? Wie fühlt sich diese Weite an? Wird sie größer, wenn du ihr Aufmerksamkeit gibst? Was verändert sich in deiner Atmung oder deiner Körperhaltung? So wird eine positive Erfahrung nicht nur zu einem Gedanken wie: „Eigentlich geht es mir gerade besser.“ Sondern zu etwas, das du körperlich wahrnehmen und bewusst erleben kannst. Verankerung – das Gute mitnehmen Für mich ist dieser Teil besonders wichtig. Denn Veränderung bedeutet nicht nur, etwas Belastendes anzuschauen. Es geht auch darum, neue Erfahrungen bewusst wahrzunehmen und zu verankern. Wenn du beispielsweise einen Moment von Sicherheit, Ruhe, Kraft oder Verbundenheit erlebst, können wir diesem Zustand Aufmerksamkeit schenken. Wir nehmen wahr: Wie fühlt sich das in meinem Körper an? Wo spüre ich es? Was verändert sich in mir? Was möchte ich davon mitnehmen? Vielleicht ist es nur ein kleiner Moment. Ein ruhiger Atemzug. Mehr Weite im Brustraum. Ein Gefühl von Boden unter den Füßen. Ein Moment von innerer Ruhe. Oder einfach das Empfinden: „Ich kann gerade hier sein.“ Durch wiederholte Erfahrungen können solche Möglichkeiten vertrauter und leichter zugänglich werden. Genau hier verbindet sich Brainspotting für mich mit meiner Arbeit an Nervensystemregulation und neuen Denk-, Fühl- und Handlungsmöglichkeiten. Nicht alles muss mit Worten erklärt werden Ein wichtiger Bestandteil von Brainspotting ist für mich, dass du nicht alles erklären musst. Manchmal wissen wir gar nicht genau, warum unser Körper auf etwas reagiert. Vielleicht gibt es keine klare Erinnerung. Vielleicht fehlen Worte. Vielleicht ist nur ein Körpergefühl da. Dann müssen wir nicht sofort eine Geschichte daraus machen. Wir können zunächst einfach bei der Wahrnehmung bleiben: Was spürst du gerade? Denn der Körper kann uns Informationen geben, die wir auf der bewussten, sprachlichen Ebene nicht sofort einordnen können. Brainspotting arbeitet deshalb stark mit körperlicher Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und dem unmittelbaren Erleben im Hier und Jetzt. Die zugrunde liegenden neurobiologischen Wirkmechanismen werden wissenschaftlich noch untersucht; die Erklärung, bestimmte Blickpositionen würden direkt auf „gespeicherte Traumata“ im Gehirn zugreifen, wäre mir für deine Website zu absolut. Sicherheit steht an erster Stelle Brainspotting ist für mich kein Verfahren, das einfach „durchgezogen“ wird. Du bestimmst das Tempo. Wir schauen gemeinsam, ob und wann diese Methode für dich passend ist. Dabei achte ich auf deine aktuelle Stabilität, deine körperlichen Signale und darauf, wie viel Aktivierung gerade gut regulierbar ist. Du musst nichts erzählen, wofür du noch keine Worte hast. Du musst nichts weiterverfolgen, wenn es sich nicht stimmig anfühlt. Und du musst auch nicht in ein bestimmtes Gefühl hinein. Meine Aufgabe ist es, mit dir präsent zu bleiben, Orientierung zu geben und einen sicheren Rahmen zu halten. Denn auch bei Brainspotting gilt für mich: Die Methode ist ein Werkzeug. Die Beziehung und der Mensch stehen im Mittelpunkt. Brainspotting in meiner Begleitung Ich setze Trainspotting ergänzend und individuell ein – nicht als alleinige Methode. Es kann sinnvoll sein, wenn du merkst: •„Ich verstehe mit dem Kopf, warum ich so reagiere – aber mein Körper reagiert trotzdem.“ •„Ich möchte einer bestimmten körperlichen oder emotionalen Reaktion näherkommen.“ •„Ich spüre etwas, kann es aber noch nicht richtig in Worte fassen.“ •„Ich möchte lernen, positive Zustände wie Ruhe, Sicherheit oder Kraft bewusster wahrzunehmen.“ •„Ich möchte neue Erfahrungen nicht nur verstehen, sondern auch körperlich erleben.“ Dabei verbinden sich für mich Körperwahrnehmung, Nervensystemregulation, achtsame Begleitung und – wenn es passt – Brainspotting. So entsteht Raum für das, was gerade da ist. Und vielleicht auch für etwas Neues: mehr Sicherheit, mehr Selbstwirksamkeit und mehr Wahlmöglichkeiten im eigenen Erleben. Schritt für Schritt. In deinem Tempo.

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