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Stille – der Ort, an dem ich mir selbst begegne

Aktualisiert: vor 7 Stunden


Stille war und ist meine Sicherheit.


Hier finde ich Heilung. Hier finde ich Ruhe. Hier begegne ich mir selbst – mit all meinen Anteilen. Denen, die ich liebe. Aber auch denen, die ich lange nicht sehen wollte oder vielleicht bis heute nur schwer annehmen kann.

Die Stille war immer mein Zufluchtsort. Besonders dann, wenn ich mich allein oder verlassen fühlte. In der Stille beruhigt sich mein Nervensystem. Erst dann wird mir bewusst, wie sehr ich eigentlich im Alarmmodus war. Wie mein ganzer Körper vibriert. Wie viel Anspannung ich mit mir herumtrage. Und erst dann beginne ich, meinen Körper wirklich zu spüren.

In der Stille darf ich einfach sein:


  • laut

  • unartig

  • wütend

  • verletzlich

  • unkontrolliert

  • manchmal sogar verrückt


Doch genauso darf ich dort die Schönheit des Seins fühlen. Liebe spüren. Die Verbindung zu meinem Herzen wahrnehmen.


Ich liebe diese Stille.

Sie ist ein Raum, in dem ich wirklich da bin. Ein Raum, in dem meine Seele sich entfalten darf und ihre Ganzheit sichtbar wird.

Für mich ist Stille kein leerer Zustand. Sie ist vollkommen. Sie umfasst alle Facetten meines Seins. Ich bade gerne in der Stille. Es fühlt sich an wie ein Eintauchen in einen stillen Ozean. Dort gibt es nur dich und deine Seele. Alles andere verliert für einen Moment seine Bedeutung. In dieser Tiefe werden Träume klar. Wünsche bekommen eine Stimme. Und das eigene Potenzial findet langsam seinen Weg an die Oberfläche.


Doch der Weg dorthin ist nicht immer leicht.

Stille klingt wunderschön – und das ist sie auch. Aber bevor sie Frieden schenkt, führt sie uns oft zuerst durch unsere eigenen inneren Räume. Es braucht Übung. Es braucht Geduld, Rituale, Vertrauen und die Bereitschaft, immer wieder hinzuschauen.

Es ist, als würde man Schritt für Schritt neue Türen öffnen. Hinter jeder Tür wartet etwas:


  • eine Erinnerung

  • eine Sehnsucht

  • ein alter Schmerz

  • ein Mensch

  • eine Verletzung


Manche Türen möchten einfach nur gesehen werden. Andere wollen gefühlt werden. Wieder andere möchten, dass wir endlich loslassen.

Wenn wir den Mut haben, ihnen zu begegnen, verlieren sie nach und nach ihre Schwere.

Sie verwandeln sich.

Und irgendwann können wir diese Tür wieder öffnen, ohne dass sie wehtut. Wir schauen hinein – nicht mehr mit Schmerz, sondern mit Dankbarkeit. Denn das, was einst eine Wunde war, ist zu einem Schatz geworden. Eine Erfahrung, die uns wachsen ließ.

Und jeder dieser gefundenen Schätze findet schließlich seinen Platz in unserem Herzen.

Dort darf er liebevoll ruhen. Vielleicht ist genau das die wahre Kraft der Stille.

Nicht, dass sie uns verändert. Sondern dass sie uns wieder zu dem Menschen zurückführt, der wir im tiefsten Inneren schon immer waren.


Danke, dass du dir einen Moment Zeit für diese Seelenpost genommen hast. Vielleicht begleitet dich einer dieser Gedanken noch ein Stück auf deinem eigenen Weg.

 
 
 

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